Betty´s Hinterradbremse die Zweite…:-/

So fängt der Tag doch einfach perfekt mit einem leckeren und reichhaltigen Frühstück auf der Dachterrasse unseres Hostels. Lecker Omelette, Rührei, frisch gepressten O-Saft und Käffchen. :-)

Der Abstecher Richtung Amazonas viel leider buchstäblich ins Wasser. Je weiter wir in die Richtung gefahren sind umso stärker wurde der Regen zu dem tendierte die Sicht auch bald nur noch gegen null. Also sind wir wieder zurück und dann weiter nach Chugchillan wo wir einen sehr schönen Kratersee anschauen wollten. Unterwegs bei einer Pause checkte ich mal wieder meine Hinterrad Bremse. Irgendwie hatte ich so im Gefühl das sich die Betty ein wenig schwerer Tat als normal. Und siehe da das Hinterrad lief wieder mit angezogener Bremse. Täuschte mein Gefühl also doch nicht. Leider muss man ja sagen mir wär ja schon lieber gewesen ich hätte mich geirrt. Also war das Thema doch noch nicht vom Tisch. Fix hatte ich den Spritzschutz und den Bremssattel abgebaut und schaute mir die Beläge mal genauer an. Kurz vor Medellín also vor etwas mehr als 2000 Km hatte ich die Beläge ja tauschen müssen und jetzt waren sie schon wieder zur Hälfte runter. Dahin geschmolzen wie eine Sahnetorte in der Mittagshitze. So geht das auf jeden Fall nicht weiter. Bei dem Verschleiß komme ich ja nicht mal mehr bis Lima. Und das war mein letztes Ersatzpaar. Also doch zum Check beim freundlichen in Lima vorbei schauen. Dabei war die Bremsanlage doch gerade erst in Medellín durch gecheckt worden inklusive Bremsflüssigkeitswechsel. Nun ja erst mal wieder alles zurück gestellt und weiter ging´s.

Der Kratersee in Chugchillan präsentierte sich leider sehr bewölkt. Die Sonne wollte einfach nicht durch kommen. Trotzdem machte der Krater mit dem See eine gute Figur. Mit Sonnenschein muss es wirklich ein super Anblick sein. Beim doch schon etwas verspäteten Mittag überlegten wir ob es nicht sinnvoll wäre einfach hier unser Nachtlager aufzuschlagen. Die Zeit war jedenfalls schon ran und bis zur nächstgrößeren Stadt wären es noch gut 120 Km durch die Berge. Also entscheiden wir uns fürs hierbleiben. Hostel gab es ja genug in dem Ort. Wir fanden sogar ein wirklich nettes kleines Hostel gleich um die Ecke. Welches ein gemütliches Dreibettzimmer für 15 US Dollares pro Nase frei hatte. Frühstück und Abendessen waren auch inklusive.

 

Die Temperaturen hier auf über 4000 m waren schon etwas frisch und wurden durch den leichten Nieselregen der später noch einsetzte gefühlt nicht besser. Irgendwas einstelliges, ich schätze mal so um die 8 Grad werden wir wohl gehabt haben. Zehn Grad waren es jedenfalls als wir mit dem Mopeds hochgefahren sind und danach wurde es spürbar kälter. Was für ein Glück also das wir einen kleinen Ofen bei uns im Zimmer hatten. Einmal angezündet wurde es schnell lauschig warm. Herrlich es gibt doch nichts Schöneres als ein lauschiges Plätzchen wenn’s draußen ungemütlich wird. ;-)

Vorher musste ich mich aber noch um das leidige Problem meiner Hinterradbremse kümmern. Also die Koffer ab, die Sitzbank runter und das Werkzeug raus gekramt. Anschließend die Spritzschutz abmontiert und danach den Bremssattel. Um die Hydraulikleitung freizulegen musste ich zunächst das Hinterrad ausbauen erst dann kam ich an die beiden Schrauben für die Abdeckung der Hydraulikleitung. Anschließend das Ganze in umgekehrter Reihenfolge wieder ans Bike geschraubt. Den Bremssattel hab ich in feste Pappe gewickelt mit Panzerband fixiert und am Flaschenhalter meiner linken Alu Kiste festgespannt. Hält Bombe und sollte auch ausreichend Spielraum haben beim ein federn der Hinterradschwinge. Nicht perfekt und auch keine Lösung für die Ewigkeit aber bis Lima sollte es halten. Mal schauen ob die den Fehler finden. Ansonsten halt ohne Hinterradbremse weiter bis ans Ende der Welt wenn’s sein muss. Wer braucht auch schon ne Bremse. Das hält doch eh nur auf… ;-p

 

Das Abendessen im Hostel war übrigens sehr lecker und sogar mit Vorsuppe. Also ich bin mehr als satt geworden. Und doch…ich freu mich schon aufs Frühstück wenn das auch so lecker ist… ;-)

Die Trachten mit welche sich die Einheimischen Frauen hier schmücken sehen übrigens sehr interessant aus und erinnern mich ein wenig an die Trachten aus dem Schwarzwald. Außer das die Frauen hier keine roten Bommel besetzten Mützen sondern eher ein Art des Homburg, einen Filzhut mit Krempe tragen. Komisch nur das man keinen Männlichen Vertreter dieser Trachten zu Gesicht bekommt.



Wo sind wir? Da sind wir...;-)
Wo sind wir? Da sind wir...;-)

Tagessroute: Baṅos → Chugchillan

Tageskilometer: ca. 250 Km





Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Mit freundlicher Unterstützung von:

Sponsoring für Motorrad-Equipment